Kennenlern-Tour Weilerswist-Süd

Kennenlerntour – Teil III

Samstag Abend war ich zu Gast in Weilerswist-Süd. Erfreulicherweise gesellten sich zu der Runde eine ganze Reihe von Kommunalpolitikern, die mit den Bürgern die aktuellen Probleme des Ortsteils diskutieren wollten. So waren unter den Zuhörern Wolfgang Petersson, Dino Steuer und Carsten Stickeler von der CDU, Daniel Rudan von der SPD und Daniela und Rolf Osbahr von der FDP.

Genauso stelle ich mir zukünftig die Politik in Weilerswist vor. Die Parteien und die Verwaltung schauen sich gemeinsam die Probleme an und diskutieren gemeinsam über Lösungsmöglichkeiten.

Vornehmliches Thema an diesem Abend war erneut, wie auch auf den vergangenen Veranstaltungen, der Verkehr. Da es sich in Weilerswist-Süd um ein reines Wohngebiet handelt, finden sich dort ausschließlich Tempo 30-Zonen und Spielstraßen. Problematisch ist jedoch, dass der Wechsel zwischen den verschiedenen Zonen für die meisten Autofahrer nicht hinreichend ersichtlich ist, da sich weder die Straßenführung, noch der Straßenbelag ändert. Hinzu kommen missverständliche Fahrbahnmarkierungen in Form von Haifischzähnen. Im Ergebnis beklagen die Anwohner erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Im Rahmen der Diskussion wurde deutlich, dass angedachte Maßnahmen zum Teil an der unglücklichen Kommunikation scheiterten. So herrscht offenbar Unklarheit, ob die Anwohner bspw. der Schaffung von Parkplatzmarkierungen, welche den Verkehr abbremsen würden, offen gegenüber stehen. Überdies wurde die Anlegung von Blumenkübeln diskutiert. In diesem Zusammenhang wäre auch eine Kostensenkung durch Übernahme von Patenschaften seitens der Anwohner andiskutiert. Als weitere Möglichkeiten wurde über die Verschränkung an neuralgischen Punkten wie Fußgängerwegen oder die Anlegung von Schwellen gesprochen.

Bezüglich dieses Themas konnte ich mitnehmen, dass weitestgehend Einigkeit darüber herrscht, dass die derzeitige Situation unbefriedigend ist. Da eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verbesserung zur Verfügung stehen, sind aus meiner Sicht nun die Bürger zu befragen, mit welchen Maßnahmen sie mehrheitlich einverstanden sind. Dann gilt es, diese Maßnahmen auf ihre Finanzierbarkeit zu prüfen und falls möglich umzusetzen.

Weiteres Thema des Abends waren die Spielplätze. Hier wurde vor allem darüber gesprochen, den Spielplatz für die älteren Kinder attraktiver zu gestalten. In Betracht kämen unter anderem die Anlage eines Basketballplatzes oder eines Beachvolleyballfeldes. Platz wäre jedenfalls genug vorhanden.

Da in Weilerswist-Süd hauptsächlich junge Familien wohnen, war die Freizeitgestaltung für junge Leute in Weilerswist auch generell ein Thema. Die Bürger äußerten, dass gerade für Jugendliche wenig Freizeitmöglichkeiten in der Gemeinde gegeben sind, was sich mit meiner Beobachtung deckt.

Alles in allem ein sehr interessanter Abend.

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