Bahnhof Weilerswist

Zukunftsfähige Verkehrskonzepte müssen erarbeitet und auf den Weg gebracht werden!


Das Thema, welches den Bürgern wohl am meisten am Herzen liegt, ist der Verkehr in Weilerswist. Es gibt kaum einen Ortsteil, der diese Problematik nicht aufweist. Die Parkplatzsituation auf der Kölner Straße und am Bahnhof, die Geschwindigkeitsproblematik in Weilerswist-Süd, das hohe Verkehrsaufkommen zur Rush-Hour am Kreisverkehr, der Durchgangsverkehr in Metternich, der Schwerlastverkehr in Vernich und Müggenhausen und nicht zuletzt der katastrophale Zustand vieler Straßen und Wege im Gemeindegebiet.

Seit Jahren arbeitet man an kurz- oder mittelfristigen Lösungen. Zu einem Ergebnis ist man bis zum heutigen Tage nicht gekommen. Ein Gespräch mit der Bürgerinitiative Osttangente war für mich dementsprechend zwar sehr informativ, aber zugleich ungemein deprimierend.

Um die vielfältigen Probleme lösen zu können, ist es zunächst erforderlich, zu ermitteln, welche Missstände kurzfristig behoben werden können. Dazu gehört meines Erachtens die Erneuerung der beschädigten Straßen. Es muss ein Zustandsbericht erstellt werden und anhand einer Prioritätenliste umgehend mit der Instandsetzung begonnen werden.

Wesentlich umfangreichere Projekte sind die ebenfalls benannten Missstände. Das Projekt Osttangente muss konsequent weiterverfolgt werden. Jedoch ist es meines Erachtens erforderlich, parallel hierzu, nochmals einen Schritt zurückzumachen und über alternative Lösungsmöglichkeiten nachzudenken. Dies darf aber nicht zu einer Verzögerung der Umsetzung führen, sondern soll im Ergebnis zu möglichen Alternativen führen, sollte die Umsetzung weiterhin so wenig zielführend verlaufen.

Auch hier ist konzeptionelles Arbeiten erforderlich. Dabei ist die Gemeindeentwicklung nicht nur in den nächsten 5 Jahren, sondern in den nächsten 20 Jahren zu berücksichtigen.

Wie wird sich die Gemeinde entwickeln, wie der Verkehr? Welche ökologischen Ansprüche stellen wir an unsere „Gemeinde im Grünen“? Wollen wir den Ortskern attraktiv für den Verkehr machen oder sollten wir vorausschauend dem Vorbild der Großstädte folgen, die die Innenstädte mittlerweile möglichst unattraktiv für den Verkehr machen?

Welche ökologischen Ausgleichsmaßnahmen treffen wir, um etwaige Baumaßnahmen auszugleichen? Wenn wir beispielsweise mehr Parkplätze am Bahnhof schaffen, sollte man nicht gleichzeitig Anreize schaffen, dass die Bürger das Auto ganz zu Hause lassen und das Fahrrad nutzen, bspw. durch Errichtung kostenfreier, abschließbarer Fahrradstellplätze?

Mir ist durchaus bewusst, dass man an dieser Stelle nicht nur Fragen, sondern auch konkrete Lösungsvorschläge lesen möchte. Ebenfalls ist mir bewusst, dass es im Wahlkampf nicht unüblich ist, vielfältige konkrete Versprechungen zu machen, die nach der Wahl in Vergessenheit geraten.

In meinem derzeitigen Beruf habe ich jedoch gelernt, dass man einen Sachverhalt erst dann abschließend richtig bewerten kann, wenn alle Fakten bekannt sind. Dies betrifft bspw. die rechtlichen Voraussetzungen, den politischen Willen, den Zeitaufwand der Umsetzung, die Kosten nicht zuletzt tatsächlichen Bürgerwillen.

Es wäre schlicht unseriös, diesbezüglich Versprechungen zu machen, ohne diese wesentlichen Faktoren zu kennen. Dies ist jedoch erst durch konzeptionelles Arbeiten mit Fachleuten und politisch Verantwortlichen unter Beteiligung der Bürger möglich. Erst dann kann man Lösungen entwickeln und umsetzen.

Für die Umsetzung dieser Strategie werde ich mich jedoch einsetzen.